Dienstag, 01.09., 19.30 Uhr

Lesezirkel - eine Veranstaltung fÜR Mitglieder des Literaturhausvereins

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Foto: Wonge Bergmann

Am jeweils ersten Dienstag des Monats trifft sich um 19:30 Uhr der Lesezirkel für unsere Mitglieder im Matthias Beltz-Raum des Literaturhauses.

Interessierte Mitglieder sind jederzeit willkommen. Ab September beschäftigt sich der Lesezirkel mit dem Roman „Der Turm“ von Uwe Tellkamp, für den der Autor im letzten Jahr unter anderem den Deutschen Buchpreis erhielt. Im Oktober plant der Lesezirkel, sich mit dem diesjährigen Ehrengast der Frankfurter Buchmesse und einem namhaften chinesischen Schriftsteller zu befassen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Claudia Gehricke unter CGehricke@online.de oder an Hans Erhard Haverkampf unter vchav@t-online.de

Der nächste Termin ist der 6. Oktober 2009.

Am 5. September besuchen die Mitglieder des Lesezirkels das Deutsche Literaturarchiv in Marbach.

 

Donnerstag, 03.09., 19 Uhr

AusstellungserÖffnung:
„Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland“

Plakat Doppelleben

 

Es sprechen: Maria Gazzetti, Programmleiterin des Literaturhauses Frankfurt, Petra Roth, OberbÜrgermeisterin der Stadt Frankfurt, Horst Claussen, Ministerialrat bei dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Claudia Scholtz, GeschÄftsfÜhrerin der Hessischen Kulturstiftung, Klaus Reichert, PrÄsident der Deutschen Akademie fÜr Sprache und Dichtung, Helmut BÖttiger, Kurator der Ausstellung

Eintritt frei

 

Freitag, 04.09. bis Sonntag, 18.10.2009

Ausstellung „Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland“

Öffnungszeiten:
Di – Fr 14 bis 20 Uhr, So 12 bis 19 Uhr, Mo und Sa geschlossen
Eintritt 5,- / 3,-
Eine Karte für eine Abendveranstaltung / für das Begleitprogramm gilt am selben Tag auch für die Ausstellung. Wer eine Karte für die Ausstellung kauft, kann am selben Tag kostenlos an der Führung teilnehmen. Eine Anmeldung hierfür ist nicht erforderlich.
Führungen finden jeweils am Sonntag, dem 06.09., dem 13.09. und dem 20.09. um 16 Uhr statt.

 

Nach dem erfolgreichen Ausstellungs-Auftakt in Berlin zeigt nun das Literaturhaus Frankfurt die Ausstellung „Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland“. Frankfurt ist nach Berlin die zweite Station der Ausstellung, nun vergrößert um weitere Themen und Exponate. Dass dazu die erste Frankfurter Buchmesse 1949 gehört, liegt auf der Hand. So wird man die Bücher entdecken können, mit denen sich die Verlage selbst und ihr Programm für die neue Zeit präsentiert haben. Es wird gezeigt, was der Jugend an „Lesestoff" angeboten und was im Deutschunterricht gelesen wurde.

Die Vielstimmigkeit und Buntheit des kulturellen Aufbruchs stehen neben der fast bruchlosen Kontinuität der Zeit des Nationalsozialismus, in der schamlos eine „Innere Emigration“ geltend gemacht wurde. Unter der Benutzung der relevanten Archive in Ost und West versammelt die Ausstellung eine Fülle zum Teil unbekannter Materialien, um das Mit- und Gegeneinander der verschiedenen Akteure, die vielfältigen Initiativen des kulturellen Aufbruchs ebenso wie die Widerstände der alten und neuen Seilschaften vorzuführen. Erstmals werden auch Materialien zur Gründungsgeschichte der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung veröffentlicht, die – wie auch die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur – in diesem Jahr ihren 60. Geburtstag feiert. Die Fülle des Materials über das literarische Leben in Nachkriegsdeutschland ist in zwei Ausstellungsbänden versammelt: „Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland". Band 1: Begleitbuch zur Ausstellung erarbeitet von Helmut Böttiger unter Mitarbeit von Lutz Dittrich. Band 2: Materialien zur Ausstellung, herausgegeben von Bernd Busch und Thomas Combrink. Wallstein Verlag, Göttingen, 880 Seiten, 526 Abbildungen, 29,- Euro.

Im Internet unter www.doppelleben.org kann die Ausstellung online besucht werden. Dies ist ein Angebot insbesondere für Schülerinnen und Schüler, die sich mit dem Thema auseinandersetzen möchten.

Kurator: Helmut Böttiger, Mitarbeit: Lutz Dittrich, Recherchen Frankfurt: Stephanie von Selchow, Wolfgang Schopf und Jörg Stürzebecher

Eine Ausstellung der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Zusammenarbeit mit den Literaturhäusern Berlin und Frankfurt und weiteren Partnern.

Die Realisierung der Ausstellung und der Publikation werden gefördert durch die
Kulturstiftung des Bundes, die Hessische Kulturstiftung, die Deutsche Stiftung für Sprache und Literatur, die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und die Aventis-Foundation.

Die programmatische Erweiterung der Ausstellung in Frankfurt wird unterstützt durch die Fazit-Stiftung, die Stiftung Polytechnisch Gesellschaft, die Commerzbank-Stiftung.

 

Samstag, 05.09., 15 / 16 / 17 Uhr

Das Literaturhaus Frankfurt zu Gast auf dem Kinderfest im HolzhausenschlÖsschen

Kinderbuch-Logo

 

15 Uhr / Sabine Ludwig liest aus „Der 7. Sonntag im August“ / fÜr junge Leser ab 10 Jahren

Für Freddy scheinen die Sommerferien niemals enden zu wollen! Was sich erst nach einem herrlichen Traum für jeden Schüler anhört, wird für die Elfjährige zur Herausforderung. Denn am letzten Ferientag passiert etwas völlig Verrücktes – der Tag kommt immer wieder! Jeden Morgen, wenn Freddy aufwacht, geschehen dieselben Dinge! Wie es ihr am Ende gelingt, dass mit dem Weckerklingeln nicht wieder der gleiche Sonntag beginnt – das erzählt die erfolgreiche Kinderbuchautorin Sabine Ludwig in dieser Lesung.

16 Uhr / Tanya Stewner liest aus „Liliane Susewind – Schimpansen macht man nicht zum Affen“ / FÜr Kinder ab 8 Jahren

In dieser spannenden Tier- und Abenteuergeschichte entdeckt die Heldin Lilli im Stadtpark einen verängstigten, abgemagerten Schimpansen. Lilli hofft auf ihre besondere Gabe: Sie kann nämlich mit Tieren sprechen! Doch bei dem Affen helfen ihre Kenntnisse nicht weiter – er bleibt misstrauisch. Was ist nur los mit ihm? Eine Spur führt Lilli zu einem mysteriösen Millionär, der in seinem Haus exotische Tiere sammelt …

17 Uhr / Joachim Hecker prÄsentiert sein Experimentierbuch „Das Haus der kleinen Forscher“ / FÜr Kinder ab 4 Jahren

Im „Haus der kleinen Forscher“ wohnt eine Bande aufgeweckter und abenteuerlustiger Kinder, die mit einfachen Experimenten die Geheimnisse der Natur ergründen. Ihre Entdeckerfreude steckt an! Wissenschaft und Spiel werden fantasievoll verbunden und die einfachen Erklärungen komplexer Sachverhalte bringen selbst Erwachsene zum Staunen. Joachim Hecker präsentiert auf dem Kinderfest sein wunderbar illustriertes Experimentierbuch, führt dabei dem Publikum leichte Experimente vor und lädt zum Mitmachen ein!

In Kooperation mit der Frankfurter Bürgerstiftung.

Eintritt frei

 

Sonntag, 06.09., 16 und 17 Uhr

Vortrag von Wolfgang Schopf „Doktor Faustus und die Paulskirche: Frankfurt 1949“
FÜhrung durch die Ausstellung

Begleitprogramm zur Ausstellung
Die FÜhrung findet um 16 Uhr statt und kostet keinen zusätzlichen Eintritt.
Der Vortrag beginnt um 17 Uhr.

Thomas Mann in der Paulskirche 1949

Zusammen mit Katia Mann besucht Thomas Mann 1949 erstmals wieder Deutschland und spricht am 25.7.1949 in der Paulskirche, wo ihm der Goethe-Preis verliehen wird.

Foto: Ullstein Bild, Berlin

„Am 8. Februar 1949 macht Frankfurts Oberbürgermeister Walter Kolb erste Vorschläge zur Kandidatur für den Goethepreis aktenkundig. /.../ Der Magistrat beschließt am 9. Mai 1949 die Verleihung des Preises an Thomas Mann“, schreibt Wolfgang Schopf in seinem Katalogbeitrag zur Ausstellung „Doppelleben“. Thomas Mann, schreibt er weiter, antwortet: „Gewiss, was an mir liegt, so will ich kommen. Die Preisverleihung ist, wie die Dinge so liegen, eine tapfere Handlung, auf die ich entsprechend reagieren muss.“ Warum eine tapfere Handlung? Diese spannende Geschichte will Wolfgang Schopf an diesem Abend erzählen. „Als Mann am Montag, 25. Juli 1949, die Paulskirche betritt, ist der Saal voll besetzt.“

Ausstellung / Führung / Vortrag: Eintritt 6,- / 3,50
Ausstellung / Führung: Eintritt 5,- / 3,-

 

Montag, 07.09., 20 Uhr

„Tristram-Day“: 16 Fortsetzung

Laurence-Sterne

Laurence Sterne

Peter Heusch liest Laurence Sterne: „Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman“

Obwohl Dr. SLOP von der unterleiblichen Verunstaltung des Knaben TRISTRAM spricht – verursacht durch einen herabfallenden Rollladen – beschließt Mr SHANDY, seinem Sohn Hosen anfertigen zu lassen. Diesen Beschluss berät er während eines Wochenendes ausführlich nach altvorderer Sitte in ehelichen „Gerichtsbetten“. Sein Fazit: Zwei sehr unterschiedliche Gemütszustände während zweier Nächte mit seiner Frau müssen letztlich zu einem ausgewogenen Beschluss führen.

Für Jahreskarten-Inhaber reservieren wir feste Plätze in jeder Tristram-Lesung.

Eintritt 6,- / 3,50

 

Dienstag, 08.09., 20 Uhr

Barbara Bongartz liest aus ihrem neuen Roman „Perlensamt“

Barbara Bongartz

Foto: Susanne Schleyer

Moderation: Torsten Casimir, BÖrsenblatt

Martin Saunders, amerikanischer Kunsthistoriker in Berlin, lernt durch Zufall den geheimnisvollen David Perlensamt kennen. Wenige Tage nach dieser Begegnung geschieht in Perlensamts Wohnung in der Fasanenstraße ein Mord. Fast zur selben Zeit wird dem Auktionshaus, für das Perlensamt arbeitet, ein Courbet angeboten, exakt das Bild, das Saunders in der Wohnung Perlensamts gesehen hat! „Das Buch ist Krimi, Familiengeschichte und historischer Roman in einem. Ich bin begeistert, großartig ...“, jubelt die Wiener „Presse“ über Barbara Bongartz’ neuen Roman, der geschickt und spannend das große Thema Raubkunst aufblättert. Das Buch ist erschienen im Verlag weissbooks.w.

Eintritt 6,- / 3,50

 

Mittwoch, 09.09., 20 Uhr

ErÖffnung der Hessisch-SÄchsischen Literaturtage 2009

Gastveranstaltung

 

Mit Thomas Hettche und Ingo Schulze

Moderation: Ina Hartwig, Frankfurter Rundschau
Grußworte: Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main, Manuel Frey, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Alexander Pfeiffer, Verband Deutscher Schriftsteller, Barbara Hennings, Literaturgesellschaft Hessen e.V., Sibille TrÖml, GeschÄftsfÜhrerin des SÄchsischen Literaturrates e.V.

Vor zwanzig Jahren fiel die Mauer. Schriftsteller in Ost und West haben dieses Ereignis kritischer reflektiert als vielen gefiel, die das wiedervereinigte Deutschland feierten. Doch ist es heute noch angemessen, Gesellschaft und Kultur vor der Folie Ost-West zu diskutieren? Wie sehen das Schriftsteller, die 1989 schon alt genug waren, die Wende zu gestalten, aber noch jung genug, um ihren Weg als Autoren in einem gemeinsamen Staat zu gehen?

Zum Auftakt der Hessisch-Sächsischen Literaturtage diskutieren zwei wichtige und bekannte Autoren: Der in Hessen geborene Thomas Hettche und der in Sachsen geborene Ingo Schulze sprechen über reale Einheitserfahrungen und ihre Verwandlung in Literatur.

Die „Hessisch-Sächsischen Literaturtage 2009“ sind eine Veranstaltung der Literaturgesellschaft Hessen e.V. (LIT) und des Verbands deutscher Schriftsteller (VS) – Landesverband Hessen in Kooperation mit dem Sächsischen Literaturrat e.V. mit Förderung durch das Kulturamt Frankfurt am Main, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst.

Eintritt 6,- / 4,- / Karten an der Abendkasse

 

Freitag, 11.09., 19 Uhr

GesprÄch „Frankfurt wird Literaturstadt“

Begleitprogramm zur Ausstellung

Plakat Doppelleben

 

Hans Altenhein, Vittorio E. Klostermann und Wulf D. von Lucius sprechen Über die AnfÄnge der Frankfurter Buchmesse nach 1945 und ihr kulturelles Umfeld. Die Moderation übernimmt JÜrgen Boos, der Direktor der Frankfurter Buchmesse.

Mit der großen Resonanz der Buchmesse, die 1949 in der Paulskirche stattfand, hatte Frankfurt einen wichtigen Erfolg im Wettstreit um ein neues Zentrum des Buchhandels in Deutschland errungen. Am Erinnerungsort der deutschen Revolution von 1848 versammelte sich nach einer Zeit, in der Bücher verbrannt und verboten worden waren, das Buchwesen der jungen deutschen Demokratie. Die 1945 in Wiesbaden angesiedelte Zweigstelle des Börsenvereins im Westen Deutschlands war mittlerweile als eigenständige Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verleger- und Buchhändler-Verbände auf dem Weg zum „Börsenverein“ der Bundesrepublik Deutschland und hatte ihren Sitz in Frankfurt gefunden. Die „Deutsche Bücherei des Westens“ entwickelte sich zur „Deutschen Bibliothek“. Auch bedeutende Verlage arbeiteten in Frankfurt, wichtige Zeitschriften und Zeitungen erschienen hier und Radio Frankfurt bzw. der Hessische Rundfunk strahlte ein herausragendes Literaturprogramm aus.

Eintritt 6,- / 3,50 (inklusive Ausstellung)

 

Sonntag, 13.09., 16 und 17 Uhr

Franz Mon im GesprÄch mit Klaus Ramm „Artikulation einer anderen Literatur“
FÜhrung durch die Ausstellung

Begleitprogramm zur Ausstellung
Die Führung findet um 16 Uhr statt und kostet keinen zusätzlichen Eintritt.
Das Gespräch beginnt danach um 17 Uhr.

Franz Mon

Franz Mon, Foto: Günther Kühnel

Franz Mon gehört zu der deutschen Schriftstellergeneration, die nach 1945 an die verschüttete Tradition der Moderne wieder anknüpfte, indem sie die Sprache einer kritischen Analyse in Hinblick auf ihren Materialcharakter, auf ihren Handlungsaspekt und ihre oftmals im Gebrauch verschleierte Macht unterzog. Von seinem ersten, 1959 erschienenen Band „artikulationen“ und bis heute hat Franz Mon zahlreiche Textbände und Hörspiele veröffentlicht, Ausstellungen visueller Texte arrangiert und in Essays seine Poetologie dargestellt.

Klaus Ramm, der als Lektor im Luchterhand Verlag und danach in seinem eigenen Verlag zahlreiche Bücher von Franz Mon verlegt und mit Jörg Drews zusammen das Bielefelder Colloquium „Neue Poesie“ eingerichtet und geleitet hat, spricht mit Franz Mon über dessen Erfahrungen mit der Literatur der unmittelbaren Nachkriegszeit und seinen Weg in die sprachexperimentelle Moderne. An diesem Nachmittag wird auch an die Frankfurter Zimmergalerie und deren wichtige Rolle als Ort der Entdeckungen und des Austauschs zwischen den Künsten und den Künstlern – ausgehend von der Lesung Paul Celans am 5. Juni 1952 – erinnert.

Ausstellung / Führung / Gespräch: Eintritt 6,- / 3,50
Ausstellung / Führung: Eintritt 5,- / 3,-

 

Montag, 14.09., 20 Uhr

Matthias GÖritz stellt die amerikanische Lyrikerin Rae Armantrout mit ihrem Werk „Narrativ. AusgewÄhlte Gedichte“ vor.

 

Rae Armantrout

Foto: Stephanie Elliott

„Kichernde Zeichentrickfiguren, CNN-Schlagzeilen, Geplänkel aus dem Radio, eindringliche Rufe aus der Erinnerung: In Armantrouts dichterischem Universum mischen sich die Stimmen, wie sie es in unserem Alltag tun“, schreibt der Lyriker Matthias Göritz, der die Gedichte von Rae Armantrout ins Deutsche übersetzt hat. Rae Armantrout gehört zu den bedeutendsten Stimmen der gegenwärtigen US-Dichtung, sie hat zehn Lyrikbände veröffentlicht. Ihr aktueller Band „Next Life“ wurde von der New York Times hymnisch gefeiert. In Deutschland erscheinen Rae Armantrouts Gedichte zum ersten Mal im neuen Verlag „luxbooks“ – mit einem Nachwort von Marjorie Perloff und Fotografien aus dem Archiv der Autorin.

Lesung in deutscher und englischer Sprache.

Eintritt 6,- / 3,50

 

 

Mittwoch, 16.09., 20 Uhr

Friedrich Christian Delius liest aus seinem neuen Roman „Die Frau, fÜr die ich den Computer erfand“

F.C. Delius

Foto: A. Bachinger

Auch mit seinem neuen Roman erweist sich Delius als ein genialer Finder von Themen. Diesmal erzählt er von Konrad Zuse (1910 - 1985), der einst in Berlin-Kreuzberg den ersten Computer der Welt gebaut hat – am heimischen Wohnzimmertisch mit handgesägten Einzelteilen. Inzwischen ein alter Herr, spricht Zuse mit einem jungen Journalisten, in einer Vollmondnacht im Juli 1994. Er erzählt von seiner Arbeit im Nazideutschland und von der dramatischen Flucht mit seinem Gerät in den letzten Kriegstagen aus Berlin nach Bayern, von seinen Niederlagen und Erfolgen und seiner leidenschaftlichen Liebe zu Ada Lovelace, der Tochter Lord Byrons. Friedrich Christian Delius, berühmt geworden mit seinem Buch „Die Birnen von Ribbek“, erhielt u.a. den renommierten Joseph Breitbach-Preis und ist bis August 2009 Stadtschreiber von Bergen-Enkheim.

Eintritt 6,- / 3,50

 

Donnerstag, 17.09., 20 Uhr und Sonntag, 20.09., 16 und 17 Uhr

Drei VortrÄge: „Der schwierige Neubeginn – Drei deutsche Dichter 1949“

Begleitprogramm zur Ausstellung
Die beiden Vorträge am 17.09. fangen um 20 Uhr an.
Die FÜhrung und die Veranstaltung am 20.09. müssen leider ausfallen!
 

Alfred Döblin 1947

Alfred Döblin, Ende 1945 aus der Emigration nach Deutschland zurückgekehrt, zu Besuch in Berlin 1947
(c) Bundesarchiv, Bild 183-S781110

 

Heinrich Detering „PhÄnotyp und ‚Viertes Reich’ – Gottfried Benn im Nachkriegsdeutschland“
Dirk von Petersdorff „KÄmpfe und Meditationen: Bertolt Brecht

Eintritt 6,- / 3,50 (inklusive Ausstellung)

Vortrag von Hans Dieter SchÄfer  „RÜckkehr ohne Ankunft – Alfred DÖblin in Deutschland 1945 – 1957“

Die FÜrhung und der Vortrag mÜssen leider ausfallen!

Ausstellung / Führung / Vortrag: Eintritt 6,- / 3,50
Ausstellung / Führung: Eintritt 5,- / 3,-

Im Juli 1949 wurde die Mainzer Akademie der Wissenschaften und der Literatur in der Nachfolge der Preußischen Akademie in Worms gegründet und auf Initiative von Alfred Döblin dort eine eigene Klasse der Literatur eingerichtet. Einen Monat später wurde die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung institutionalisiert. Während Bertolt Brecht und Alfred Döblin das Ende des Dritten Reiches im Exil erlebten, hatte sich Gottfried Benn mit den Machthabern arrangiert. Alfred Döblin fasste nach seiner Rückkehr nie wieder richtig Fuß in Deutschland, Gottfried Benn hingegen feierte große literarische Erfolge; Bertolt Brecht half am kulturellen Aufbau der DDR mit.

Die Mitglieder der Klasse der Literatur Heinrich Detering, Dirk von Petersdorff und Hans Dieter Schäfer wollen dieses Spannungsfeld zwischen Ost und West, zwischen Emigration und Rückkehr, zwischen Erfolg und Nichtbeachtung, dem drei der großen deutschen Dichter nach 1949 ausgesetzt sind, näher beleuchten.

In Kooperation mit der Akademie der Wissenschaften und der Literatur Mainz

 

Samstag, 19.09., 20 Uhr

Young Euro Connect 2009 - Europa jenseits von BrÜssel

Gastveranstaltung

 

Moderation: Theo Koll, Moderator des ZDF-Magazins "auslandsjournal"
Sprecher: Die Schauspieler Barbara Englert unD Joachim Nimtz

Was hat die Müllabfuhr in Slowenien mit Europa zu tun? Kümmern sich Brüssel und Straßburg sogar um stinkenden Abfall? Warum kann eine junge Dänin nicht ihr ihrer Heimat mit ihrem syrischen Mann zusammen leben? Warum gibt es in Hamburger Spitzen-Fischrestaurants keinen Dorsch mehr?

Ein Europa – Eine Gesetzgebung. Doch wie wirkt sie in den einzelnen Mitgliedsländern? Junge europäische Journalisten präsentieren die „Geschichten hinter dem Gesetz“.

Young Euro Connect – hinter diesem herausfordernden Namen steht eine simple Idee: Europa neues Leben einzuhauchen. Junge Köpfe über alte Werte nachdenken zu lassen. Die Idee und den Nutzen Europas lebendig werden zu lassen.

2009 hat Young Euro Connect junge europäische Journalisten auf die Suche nach Europa im Alltag seiner Bürger geschickt. Zurückgekommen sind sie mit lebendigen und humorvollen, aber auch reflektierenden Reportagen.

Weitere Informationen unter: www.young-euro-connect.de

Partner von Young Euro Connect 2009 sind das Euorpäische Parlament und die BMW Stiftung Herbter Quandt.

Eintritt frei / Anmeldung unter: culture@young-euro-connect.com  

 

Dienstag, 22.09., 20 Uhr

SchÖne Aussichten – Das Frankfurter LiteraturgesprÄch

 

Mit Ina Hartwig, FR, Alf Mentzer, hr2-kultur und Hubert Spiegel, FAZ
Gast: Eva Demski

Die Gespräche „bewegten sich auf dem schmalen Grat zwischen analytischer Klugheit und Unterhaltsamkeit“, schwärmte der Literaturkritiker Christoph Schröder im Journal Frankfurt über das Frankfurter Literaturgespräch. Das Literaturhaus Frankfurt lädt nun zum vierten Mal in Zusammenarbeit mit hr2-kultur drei Frankfurter Literaturkritiker zum Büchergespräch ein: Ina Hartwig (Frankfurter Rundschau), Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk) und Hubert Spiegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Jeweils ein Gast ergänzt diese Kritikerrunde – diesmal wird es die Autorin Eva Demski sein.

Viermal im Jahr hört man in den „Schönen Aussichten“ von Neuerscheinungen im Bereich Belletristik, vom erzählenden Roman bis hin zur experimentellen Prosa. Außerdem regelmäßig im Programm: ein Erfolgsbuch der Vergangenheit im Haltbarkeitstest.

Die Bücherauswahl:

Terézia Mora: Der einzige Mann auf dem Kontinent, Luchterhand Literaturverlag
Stefan Thome: Grenzgang, Suhrkamp Verlag
Kazuo Ishiguro: Bei Anbruch der Nacht, Karl Blessing Verlag
Im Haltbarkeitstest: Günter Grass: Die Blechtrommel, Steidl Verlag

Live dabei ist man im Literaturhaus. Übertragen wird jede Diskussion als Hörsendung auf hr2-kultur, dieses Mal am Sonntag, dem 27.9.09, 12.05 bis 13.00 Uhr.

Eintritt 5,- / 3,-

 

Mittwoch, 23.09., 20 Uhr

TerÉzia Mora liest aus ihrem neuen Roman „Der einzige Mann auf dem Kontinent“

Terezia Mora

Foto: Autorenarchiv, Susanne Schleyer

Im neuen Buch der Autorin des preisgekrönten Romans „Alle Tage“ macht sich ein Mann – umgeben von globalen Wirtschaftskatastrophen – daran, sein Lebensidyll zu verteidigen, auch wenn er schon längst zugeben müsste, dass die Firma, für die er arbeitet, zusammengebrochen ist und seine Ehe vor dem Aus steht. Terézia Mora, Bachmannpreisträgerin 2000, gehört nicht nur den neuen, sprachmächtigen Autorinnen der Gegenwart an, sondern ist auch die renommiertste Übersetzerin aus dem Ungarischen, u.a. von Péter Esterházys Opus magnum „Harmonia Celestis“.

Terézia Mora ist Chamisso-Preisträgerin. 2009 wurde der Adelbert-von-Chamisso-Preis zum 25. Mal vergeben.

Eintritt 6,- / 3,50

 

Samstag, 26.09., 18 – 21.30 Uhr

Der Deutsche Buchpreis – Die Shortlist

18 Uhr
BegrÜSSung: Maria Gazzetti, Felix Semmelroth, Alexander Skipis

18.15 Uhr
Herta MÜller "Atemschaukel"

18.45 Uhr
Norbert Scheuer "Überm Rauschen"

19.15 Uhr
Clemens J. Setz "Die Frequenzen"

19.45 Uhr
Pause

20.15 Uhr
Kathrin Schmidt "Du stirbst nicht"

20.45 Uhr
Stephan Thome "Grenzgang"

 

 

Es lesen: Herta Müller, Norbert Scheuer, Clemens J. Setz, Kathrin Schmidt und Stephan Thome
BegrÜßung: Felix Semmelroth, Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main, Alexander Skipis, BÖrsenverein des Deutschen Buchhandels
Moderation: Gerwig Epkes, SWR2, Felicitas von Lovenberg, FAZ und Alf Mentzer, hr2-kultur

Am 12. Oktober 2009 verleiht der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Deutschen Buchpreis 2009 im Kaisersaal des Frankfurter Römer. Zuvor lesen fünf der sechs Shortlist-Finalisten im Literaturhaus.

Ein Abend mit Herta Müller, Norbert Scheuer, Clemens J. Setz, Kathrin Schmidt und Stephan Thome.

Das Publikum in Frankfurt am Main hat als einziges die Chance, sich vorab über die Nominierten des Deutschen Buchpreises ein eigenes Urteil zu bilden. „Zum zweiten Mal werden die Autorinnen und Autoren der Shortlist des Deutschen Buchpreises in einer exklusiven Veranstaltung in Frankfurt präsentiert. Die enge Kooperation zwischen dem Börsenverein, dem Literaturhaus und dem Kulturamt der Stadt wird mit dieser Veranstaltung aufs Neue sichtbar. Der besondere Reiz dieser langen Nacht der kurzen Liste besteht in der einmaligen Chance, die für die Shortlist nominierten Kandidaten an einem Abend zu erleben“, erklärt hierzu der Kulturdezernent der Stadt Frankfurt am Main, Professor Dr. Felix Semmelroth.

Der Eintritt ist frei und auch in der Pause möglich. Ebenfalls frei ist der Eintritt für die Ausstellung „Doppelleben. Literarische Szenen aus Nachkriegsdeutschland“, die an diesem Tag von 16 bis 22 Uhr geöffnet ist.

Es besteht freie Platzwahl, Reservierungen können leider keine vorgenommen werden.

Weitere Informationen zum Deutschen Buchpreis unter: www.deutscher-buchpreis.de

Medienpartner sind der HR und der SWR. Übertragen wird die Veranstaltung als Hörsendung auf hr2-kultur in der Woche vor der Buchmesse, also vom 5.10. – 9.10.2009, immer vormittags um 9.30 Uhr in der Sendung „Mikado" – jeden Tag ein anderer Shortlist-Autor. Auf SWR2 erfolgt die Ausstrahlung in der Nacht vom 3.10. auf den 4.10.2009 von 0.05 – 2.00 Uhr in SWR2 extra.

Die Veranstaltung „Der Deutsche Buchpreis – Die Shortlist“ ist eine Kooperation zwischen dem Kulturamt der Stadt Frankfurt und dem Literaturhaus Frankfurt. Partner ist der Börsenverein des Deutschen Buchhandels.

 

Montag, 28.09., 20 Uhr 

Peter Stamm liest aus seinem neuen Roman „Sieben Jahre“

Peter Stamm

Foto: Jürgen Bauer

Moderation: Felicitas von Lovenberg, FAZ

Ist die Leidenschaft eine minderwertige Form der Liebe, denn nicht umsonst hält sie nicht an? Alex lebt mit der schönen und intelligenten Sonja in vorbildlicher Ehe, er müsste glücklich sein. Aber wie funktioniert das Glück? Er fühlt sich zur spröden und grauen Iwona hingezogen und weiß nicht warum. Sie wird von ihm schwanger und kriegt das Kind, das Sonja sich wünscht. Hat ein Mensch Macht über uns, weil er uns liebt und hat er immer schon gewonnen, egal, ob sich seine Liebe erfüllt oder nicht? Peter Stamm schrieb nach seinem erfolgreichen Romandebüt „Agnes“ (1998) zwei weitere Romane und drei Erzählsammlungen, zuletzt die Erzählung „Wir fliegen“ (2008). In „Sieben Jahre“ erzählt er in seinem unverwechselbaren Ton von einem Mann zwischen zwei Frauen und der Zumutung des Glücks, geliebt zu werden.

In Zusammenarbeit mit dem S. Fischer Verlag.

Einritt 6,- / 3,50

 

Mittwoch, 30.09., 20 Uhr

Ernst-Wilhelm HÄndler liest aus seinem neuen Roman „Welt aus Glas“

 

Ernst Wilhelm Händler

Foto: Laura J Gerlach

Moderation: Richard KÄmmerlings, FAZ

Als einen der „größten Neuerfinder der deutschen Gegenwartsliteratur“, bezeichnete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung den Schriftsteller Ernst-Wilhelm Händler. Nach seinen Romanen „Kongreß“, „Fall“, „Sturm“, „Wenn wir sterben“ und zuletzt „Die Frau des Schriftstellers“ erscheint nun – wieder in der Frankfurter Verlagsanstalt – „Welt aus Glas“: Jilian Armacost, die mit ihrem Mann die größte Galerie für Glaskunst in New York betreibt, will sich von ihm trennen, aber zuvor die Zukunft der Galerie sichern. Jacob, der nichts von ihren Plänen weiß, ist zur gleichen Zeit mit einer Kundin aus den besten Kreisen an der US-amerikanisch-mexikanischen Grenze unterwegs und wird dort entführt. Wilde Verfolgungsjagden und erotische Eskapaden in San Diego und Venedig treiben die Handlung voran und „action“ und „reflection“ ergänzen sich dabei auf außerordentlich spannende Weise.

Mit freundlicher Unterstützung von Journal Frankfurt.

Eintritt 6,- / 3,50