Dienstag 03.04.12 / 19.30 h

Lesezirkel

Der Lesezirkel trifft sich im
Matthias Beltz-Raum.

 

eine veranstaltung fÜr mitglieder des literaturhausvereins

Am jeweils ersten Dienstag des Monats trifft sich um 19.30 Uhr der Lesezirkel im Matthias Beltz-Raum des Literaturhauses. Interessierte Mitglieder des Literaturhausvereins sind hierzu jederzeit herzlich eingeladen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Claudia Gehricke unter CGehricke@online.de oder Hans Erhard Haverkampf unter vchav@t-online.de.

Auf dem Lektüreprogramm: "In Zeiten des abnehmenden Lichts" von Eugen Ruge

Eintritt frei

 

Dienstag 17.04.12 / 19.30 h

Silvia Tennenbaum und Hanna Laura Klar: Die Frau des Rabbiners – zwischen Frankfurt, Lynchburg und New York

Silvia Tennenbaum

(c) Privatarchiv Silvia Tennenbaum
Hanna Laura Klar

(c) privat

 

Im Rahmen von Frankfurt liest ein Buch
Moderation: Eldad Stobezki (Freier Lektor)

Vor zehn Jahren drehte die Filmemacherin Hanna Laura Klar „Die Frau des Rabbiners“. Der Film zeigt Silvia Tennenbaums bewegtes Leben und folgt den Spuren Tennenbaums von Frankfurt nach New York, nach Lynchburg in Virginia, wo sie als Rabbinerfrau über 20 Jahre lebte und drei Söhne aufzog, und dann wieder nach New York. Mit 50 Jahren begann Silvia Tennenbaum zu studieren und schrieb ihre Geschichte, den Erfolgsroman „Rachel, the Rabbi’s Wife“. Schließlich fährt sie nach Deutschland, und auch nach Frankfurt, den Ort ihrer Kindheit, an den sie seither immer wieder zurückkehrt. Anfang der 80er Jahre erschien dann ihr Roman „Straßen von gestern“ (Knaus Verlag). Diesen legt der Verlag Schöffling & Co jetzt neu auf. Die Autorin und die Regisseurin, die Porträtierte und die Porträtierende begegnen sich im Gespräch. Ein Abend über Ausschnitte eines Lebens, das wie ein Roman ist, und eines Films darüber, den wir zeigen.

Eintritt 7 / 4 Euro / Karten bestellen

 

Mittwoch 18.04.12 / 19.30 h

Drei: Kerstin Preiwuß, Marcus Roloff und Volker Sielaff

Kerstin Preiwuß

Kerstin Preiwuß (c) Jürgen Bauer

Marcus Roloff

Marcus Roloff (c) Klaus-Jürgen Roloff

Volker Sielaff

Volker Sielaff (c) privat

 

Moderation: Hauke Hückstädt

Drei Dichter sind zu Gast. Sie sind Jahrgang 80, 73 und 66. Verlegt bei Suhrkamp, gutleut und luxbooks. Die Titel ihrer Bände lauten „Rede“, „Im toten Winkel des goldenen Schnitts“ und „Selbstporträt mit Zwerg“. Geboren sind sie in Lübz, Neubrandenburg, Großröhrsdorf. Also in der DDR, im Ostblock, im Osten. Sie leben in Leipzig, Frankfurt und Dresden. „Kerstin Preiwuß: ist eine Ausnahmegestalt“, schreibt der Publizist Michael Braun. Sie schreibt Gedichte wie schöne Elektrik, wie sichtbarer Strom und Schlag auf den Zungen. Marcus Roloff: ist Erfinder und Entdecker. Endreimstufe, Dämmrungsraster, dauerlandschaft, Gegenwartsmappe. Das ist alles von ihm. Volker Sielaff: ist der Meister des Ausschnitts. Flämische Malerei durchkreuzt von elbsächsischer Lomographie. Bilder, reibeisenscharf wie gesummt.

Eintritt 5 / 3 Euro / Karten bestellen

 

Montag 23.04.12 / 19.30 h

Felicitas Hoppe: Hoppe oder das Leben ist ein Roman

Felicitas Hoppe

(c) Tobias Bohm

Moderation: Torsten Hoffmann (Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Hoppla. Darf die das? Das ist ja frech. Felicitas Hoppe schreibt einen Roman, der als Leben zu kurz, als Roman zu schön ist, um wahr zu sein. Aber warum nimmt denn auch keiner den Roman ernst? Oder wie ist zu erklären, dass wir oft ungläubig sagen: „Ist ja wie im Roman!“ Hoppe jedenfalls erzählt Hoppes einzig wahre Geschichte und nennt es „Hoppe“ (S. Fischer). Das ist ja nur konsequent. Und deshalb gibt es darin den Zwilling und größten Eishockeystar aller Zeiten, Wayne Gretzky, viele Anspielungen auf Vorlieben und Kritiker, die Hoppe kritisieren, wie Hoppe Hoppe kritisieren würde. Es treten zutage: eine unbetretene Laufbahn als Dirigentin, angeblich geschiedene Ehen und einsame Einsamkeitsreisen. Felicitas Hoppe ist eine Ritterin gegen die übellaunige Herrschaft der Realität. „Hoppe“ ist also keine Autobiographie, sondern die erste Biographie über Felicitas Hoppe, die ein Roman geworden ist.

Mit freundlicher Unterstützung von Journal Frankfurt

Eintritt 9 / 6 Euro / Karten bestellen

 

Dienstag 24.04.12 / 10.30 h

Maja Nielsen: Entdeckung auf dem Meeresgrund

100 Jahre Panik um die Titanic

Cover Titanic

 

Lesung für Schüler der 4. – 5. Klasse

Der Luxusdampfer Titanic war zu seiner Zeit nicht nur das Schiff der Superlative, er galt auch als unsinkbar. Und ist doch schon auf seiner Jungfernfahrt am 15. April 1912 gesunken. Bis heute fasziniert dieser gigantische Ozeandampfer und sein dramatisches Ende die Menschen. 100 Jahre nach der Katastrophe geht die Schauspielerin und Autorin Maja Nielsen der ersten und letzten Fahrt der Titanic und ihrer Wiederentdeckung auf den Grund. Buch (Gerstenberg) und Hörspiel (Headroom) kommen zum Einsatz, wenn Nielsen anhand von Bildern, Tönen und Stimmen vom Untergang erzählt. Viel Wissenswertes über den Hochseedampfer, die Tiefsee und die waghalsigen Wrack-Taucher!

Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung

Eintritt 3 Euro / Karten bestellen

 

Freitag 27.04.12 / 16.30 h

Schubumkehr Ostend – Eine Führung mit Christian Setzepfandt

 

Für Mitglieder des Literaturhausvereins

Das Ostend erwacht. Was sich zwischen Sandweg und Main erstreckt, war früher ein blinder Fleck, dem wenig stadtplanerische Fürsorge zukam. Doch jetzt wird die Hanauer Landstraße zu einer pulsierenden Ader. Die EZB stemmt sich wider alle Gespinste in den Himmel und der Osthafen ist Umschlagplatz wie Naherholungsschlupfwinkel. Vom Literaturhaus, das im Dreiländereck Innenstadt, Sachsenhausen und Ostend liegt, schreiten wir mit Ihnen und Frankfurts bestem Kenner in den rohen, romantischen und in jeder Faser erwachenden Osten, ins Entwicklungsland also (Dauer ca. 90 Minuten). Im Anschluss gibt es im Literaturhaus „100 Jahre Panik um die Titanic“ mit Linda Maria Koldau.

Treffpunkt: Literaturhaus-Foyer
Anmeldungen bitte bis 20.04. bei Margot Niemietz über niemietz@literaturhaus-frankfurt.de
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Die Veranstaltung ist für unsere Mitglieder kostenfrei.

 

Freitag 27.04.12 / 19.30 h

Linda Maria Koldau: Das Schiff, der Untergang, die Legenden

100 Jahre Panik um die Titanic

Linda Maria Koldau

(c) medie afdelingen Moesgard, Mads Dalegaard

Moderation: Melanie Amann (F.A.S.)

Am Montag, den 15. April 1912, zerbricht um 2 Uhr 18 die Titanic. Drei Stunden zuvor rammte sie einen Eisberg. 700 der 2.200 Passagiere überlebten. Die Umstände der Katastrophe werden aus Haftungsgründen verschleiert. Linda Maria Koldau ist Professorin für Musikwissenschaft und Kulturgeschichte in Aarhus und hat die Dokumente über den Untergang neu gesichtet. Sie lässt die letzten Stunden auf der Titanic lebendig werden und zeigt, welche realen Anknüpfungspunkte Filme, Legenden und Romane zur Titanic genutzt haben. Ein Tatsachenbericht und eine Kulturgeschichte der Schifffahrtskatastrophe, die bis in unsere Gegenwart reicht (C. H. Beck). Nach einer kurzen Pause zeigen wir im Anschluss die filmische Adaption dieser „erinnerungswürdigen Nacht“, die die Standards setzte, auch für Cameron.

Eintritt 5 / 3 Euro / Karten bestellen

 

Montag 30.04.12 / 21.00 h

Tanz in den Mai

 

Mit den DJanes Carolin Callies, Antje Keil, Franziska Lindner, Kristine Listau, Lisa Schumacher und Miriam Semrau sowie Axel Braun und Yunus Gencyigit

Das Literaturhaus wird zweimal im Jahr zur pummeligsten Hüpfburg seit es Neoklassizismus gibt. Zur Messe und zum Mai. Voll und fiebrig, erbaulich, ehrlich, klassisch. Sechs DJanes und zwei Gentlemen legen auf. Das wird ordentlich am Parkett rubbeln, die Luft verdicken, durch die Kleider flattern, in den Schuhsohlen jucken – in die Haarspitzen flitzen. Avantgarde der Herzen, Hotten statt Coolness, Wippen statt Nippen. Honig für den König. Keine Ahnung wie Sie das sehen, wir sehen uns.

Eintritt 7 / 4 Euro / Karten bestellen