Mit Oliver Stokowski, Jochen Hieber, Dorothee Meyer-Kahrweg und Hauke Hückstädt
Wer Hörbücher wie Bücher liebt, weiß, dass alles an ihnen interessant ist. Der Prozess ihrer Entstehung, ihre Vermittlung, ihr Preis, die Kreise von Menschen, die sich um ihretwillen bilden, ihre Aufnahme beim Publikum, ihre Geltung, ihre Unverzichtbarkeit, ihre Verdrängung. Jetzt begründet das Literaturhaus Frankfurt mit hr2-kultur das überfällige und überhaupt erste kritische Live-Podium zu diesem Medium: Kopf & Hörer – Die Frankfurter Hörbuchkritik. Dorothee Meyer-Kahrweg (hr2-Hörbuchbestenliste) und Hauke Hückstädt laden zweimal im Jahr professionelle Mitstreiter ein. Zum Auftakt den F.A.Z.-Redakteur Jochen Hieber und den Schauspieler Oliver Stokowski. Zu Gehör und unter den Laser kommen u. a. „Arthur Schnitzler – Die Hörspiel-Edition“ (der Hörverlag), Heinz Ludwig Arnolds über 60-stündigen „Gespräche mit Schriftstellern“ (Quartino) sowie Josef Bierbichlers „Mittelreich“, von ihm gelesen (Der Audio Verlag).
In Kooperation mit hr2-kultur
Unterstützt von Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung sowie Eurohypo
Matthias Beltz-Raum.
eine veranstaltung fÜr mitglieder des literaturhausvereins
Am jeweils ersten Dienstag des Monats trifft sich um 19.30 Uhr der Lesezirkel im Matthias Beltz-Raum des Literaturhauses. Interessierte Mitglieder des Literaturhausvereins sind hierzu jederzeit herzlich eingeladen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Claudia Gehricke unter CGehricke@online.de oder Hans Erhard Haverkampf unter vchav@t-online.de.
Auf dem Lektüreprogramm: "Der große Gatsby" von Francis Scott Fitzgerald
Eintritt frei
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(c) Wolfgang Lückel SV
Moderation: Susanne Komfort-Hein (Institut für Deutsche Sprache und ihre Didaktik)
Nach dem Oxforder Vorbild richtete die Goethe-Universität Frankfurt 1959 die Stiftungsgastdozentur für Poetik ein, um den an literaturtheoretischen Prozessen und Problemen interessierten Studierenden Gelegenheit zu bieten, literarische Werke und Werkfragen nicht lediglich aus akademischer Perspektive, sondern auch aus Sicht und aus dem Munde eines reflektierenden Schriftstellers zu verstehen. Die erste Dozentin war Ingeborg Bachmann. Jandl, Grass, Gernhardt folgten. Im Wintersemester 2011 / 12 doziert nun Thomas Meinecke. Oft und öfter als Vertreter eines postmodernen Literaturverständnisses hervorgehoben denkt der Pop-Autor und Pop-Father („Lookalikes“, Suhrkamp), Feminist und Avantgarde-Musiker (Freiwillige Selbstkontrolle) unter dem Titel „Ich als Text“ über selbiges nach. Die Lesung im Literaturhaus ist der literarische Abschluss der Vorlesungsreihe.
In Kooperation mit Goethe-Universität Frankfurt am Main
Foto: Marcus Roloff
(c) Klaus-Jürgen Roloff
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Foto: Jamal Tuschick
(c) Martin Schmitz
Moderation: Marcus Roloff und Jamal Tuschick
Über fünfzig junge Menschen hatten sich mit Textproben für das Schreibzimmer 2011 beworben. Keine leichte Aufgabe für die beiden Autoren und Leiter des Schreibzimmers, Marcus Roloff und Jamal Tuschick, hier eine Auswahl zu treffen. An drei Wochenenden im Herbst 2011 trafen sich die achtzehn ausgewählten Nachwuchs-Schriftsteller im Literaturhaus zur Schreibwerkstatt. Zum Abschluss stellen die Autoren ihre Texte nun dem Publikum vor – eine erlesene Prise jüngster Poesie aus dem Lyrik-Schreibzimmer mit Marcus Roloff und Ausschnitte des Kollektiv-Romans aus dem Prosa-Schreibzimmer mit Jamal Tuschick. Der ROTARY Club Frankfurt am Main – Städel lädt anschließend zu einem kleinen Umtrunk ein.
Lyrik-Schreibzimmer 2011: Johanna Bergner, Benedikt Fritz, Sandra Klose, Katharina Korbach, Gianina Lotto, Susanna Paulina Franziska Schmitt, Marit Zickermann
Prosa-Schreibzimmer 2011: Katharina Brock, Yasmin Essaoudi, Yasmina Gad, Felicia Hernanz, Klara Höff, Christin Meusel, Jasmin Oberle, Tobias Richter, Lea Rösner, Theresa Alicia Seel, Lea Weber
Das Schreibzimmer 2011 wird ermöglicht durch Ernst Max von Grunelius-Stiftung, Cronstett und Hynspergische evangelische Stiftung und ROTARY Club Frankfurt am Main – Städel
Eintritt frei
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(c) Regina Schmeken
Mit Tilman Spengler, Franziska Augstein, Micha Brumlik und Martin Lüdke
Gesprächsleitung: Peter Kemper (hr2-kultur)
Sinologe, Journalist, Mitherausgeber der Zeitschrift „Kursbuch“: Tilman Spengler ist Gast der Gesprächsrunde zum aktuellen Sachbuch und auf Streifzug durch die Weltliteratur – Dante, Rilke, Flaubert. In „Wahr muss es sein, sonst könnte ich es nicht erzählen“ (Ullstein Verlag) erfahren wir, warum Aristophanes’ Humor zeitlos ist und Don Quijote eine ganze Epoche verkörpert. Ein persönlicher Literaturkanon mit viel Witz ohne professoralen Ernst. Heute außerdem Henning Marmullas Studie „Enzensbergers Kursbuch“ (Matthes & Seitz). Anhand unveröffentlichter Quellen zeichnet Marmulla die Geschichte der wirkungsmächtigen Zeitschrift nach und erklärt, wie es nach 1965 zur Politisierung der Literatur kam. Ebenfalls in der Kontroverse die neu erschienene „Autobiographie“ des wohl prominentesten englischen Denkers des 19. Jahrhunderts, John Stuart Mill (Felix Meiner Verlag). Sie veranschaulicht nicht nur den lebensgeschichtlichen und emotionalen Hintergrund seiner einflussreichen Werke, sondern schildert zugleich seine tiefe Abneigung gegen jede Art von Bevormundung und die Unterdrückung der Frau.
Eine Veranstaltung von hr2-kultur in Zusammenarbeit mit Literaturhaus Frankfurt
Sendung am 20.05.12, 12.05 h
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(c) James Joyce Stiftung Zürich
Moderation: Sabine Baumann (Lektorin)
Zunächst wollte er sich von der Obszönität des „Ulysses“ überzeugen. Stattdessen fand der „unsichere, verklemmte Student“ (O-Ton) einen faszinierenden „Zeitvertreib“ in der James Joyce-Lektüre und avancierte in den folgenden sechs Jahrzehnten zu einem weltweit renommierten Joyce-Philologen. Die Kenntnisse des Schweizers über den großen irischen Schriftsteller führten neben einer exzellenten Frankfurter Joyce Ausgabe auch zur Direktion der Zürcher James Joyce-Stiftung seit deren Gründung 1985. Fritz Senns kulturelles Lebenswerk würdigte der Kanton Zürich 2009 mit der Goldenen Ehrenmedaille. Umso bescheidener mutet der Titel des neuen Kompendiums von Senn an. „Noch mehr über Joyce. Streiflichter“ ist eine Ermunterung und zugleich fröhlich-philologische Analysekunst (Schöffling Verlag). Es moderiert die Herausgeberin.
Mittwoch 22.02.12 / 19.30 h
Hans Joachim Schädlich: Im Königtum der Widersprüche – Voltaire und der Preußenkönig
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(c) Jürgen Bauer
Moderation: Helmut Böttiger (Literaturkritiker)
„Er ist der preußische König, einer der mächtigsten Männer Europas. Er kann dich verfolgen, ergreifen, arretieren. Er hat eine Armee …“ – „Wir sind in Frankreich.“ – „Du hast nur deine Bücher“, lässt Hans Joachim Schädlich Voltaires Geliebte kontern. In dramatischer Verknappung, mit Sätzen fast wie Schlägen, gewinnt uns diese Novelle („Sire, ich eile – Voltaire bei Friedrich II.“, Rowohlt). In ihr geht es um die zwei Unverträglichen. Fast fünfzehn Jahre lang hat der Preußenkönig um den französischen Philosophen geworben. Bis der, enttäuscht vom Versailler Hof, schließlich nachgibt. Doch es kommt bald zum Bruch. Und in der Reichsstadt Frankfurt lässt Friedrich ihn, Voltaire, schließlich festsetzen. Historisch präzise und dabei nicht nur die Unvereinbarkeit von freiheitlichem Geist und absolutistischer Macht vor Augen, zeigt uns Schädlich aber auch die Bedeutung der Liebe zwischen Voltaire und seiner berühmten Gefährtin, der Mathematikerin, Philosophin, Salonière und Aufklärerin Émilie du Châtelet.
Die Jury – Die Preisverleihung – Die Präsentation
Mit Liao Yiwu, Martina Hasse (Übersetzung), Christoph Buggert (Moderation), Daniela Ginten (Deutsche Akademie der Darstellenden Künste) sowie Norbert Schaeffer und Hilke Veth (NDR)
Das Hörspiel ist eine dramatisierte, akustisch inszenierte Interpretation oder Collage. Das Beste des Jahres 2011 und seine Künstler lernen Sie heute Abend kennen. Eine von der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste für ein Jahr eingesetzte Jury wählte Monat für Monat aus den von den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten vorgeschlagenen Ursendungen, die nach ihrer Meinung beste Produktion. Von den zwölf Siegern des Jahres präsentiert die Deutsche Akademie der Darstellenden Künste in Kooperation mit dem gastgebenden Sender, dieses Jahr der WDR, das Hörspiel des Jahres 2011. Die Jury gibt Einblicke in ihre Arbeit, der Preis wird an Liao Yiwu für sein Hörspiel „Vier Lehrmeister“ verliehen und bei Getränken und Snacks kann dann dem Hörspiel des Jahres gelauscht werden.
Die Jury: Frank Olbert (Medienjournalist), Kathrin Tiedemann (Theaterdramaturgin), Felix Klopotek (Musikjournalist).
Hörproben der zur Wahl gestellten Hörspiele
Eine Veranstaltung von Deutsche Akademie der Darstellenden Künste
Eintritt frei
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(c) Laura J Gerlach
Moderation: Christoph Schröder (Literaturkritiker)
Sie studierte Musik und Philosophie, schrieb ihr Examen über Hegels Lehre von der Dichtung, las in Klagenfurt aus ihrem späteren Debüt, erhielt den Ernst Willner- und später den Jürgen Ponto-Preis. Ihre Lebestädte sind Berlin und Mumbai. Reisen führten sie durch Libyen, den Iran und als Stadtschreiberin nach Damaskus. In diesem Frühjahr erscheint der dritte Roman von Ulla Lenze. „Der kleine Rest des Todes“ ist poetisches Psychogramm und schmerzvolles Familiendrama (Frankfurter Verlagsanstalt). Die Autorin verlangt ihrer Protagonistin eine Geschichte ab von Abschied, Trauer, Angst und Selbstverlust in einer plötzlich haltlos gewordenen Welt.