Matthias Beltz-Raum.
eine veranstaltung fÜr mitglieder des literaturhausvereins
Am jeweils ersten Dienstag des Monats trifft sich um 19.30 Uhr der Lesezirkel im Matthias Beltz-Raum des Literaturhauses. Interessierte Mitglieder des Literaturhausvereins sind hierzu jederzeit herzlich eingeladen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich gerne an Claudia Gehricke unter CGehricke@online.de oder Hans Erhard Haverkampf unter vchav@t-online.de.
Im Januar trifft sich der Lesezirkel erst am zweiten Dienstag, am 10.01.2012. Auf dem Lektüreprogramm: "Der menschliche Makel" von Philipp Roth.
Eintritt frei
-privat-hf.jpg)
(c) privat
Mitglieds Heim, das sind Abende, an denen sich die Mitglieder des Literaturhausvereins begegnen für den Austausch über Bücher und Autoren. Und das immer in solchen vier Wänden, wo Literatur in ihrer intimsten Form gelebt wird, nämlich in Häusern und Wohnungen, in guten Stuben, Gedankengalerien und Traumgebäuden, die sich öffnen lassen. – Wieder wird gemeinsam mit einem Gastgeber eingeladen. Der Frankfurter Autor Martin Mosebach wird zu Gast sein. Gerade erschienen zwei Bücher von ihm. Einerseits ein auf 500 Seiten angewachsener Sammelband mit Reise- und Lektüreessays („Als das Reisen noch geholfen hat“, C. Hanser), andererseits das Freundschafts-, Kunst- und Erinnerungsbuch „Das Rot des Apfels“, in dem uns Mosebach den Maler und gebürtigen Frankfurter Peter Schermuly vergegenwärtigt und von seinen Begegnungen mit ihm schreibt (zu Klampen Verlag). Letzteres wird im Mittelpunkt des Abends stehen.
Begrenzte Platzzahl. Keine Abendkasse. Kartenvorverkauf und Angaben zum genauen Veranstaltungsort im Frankfurter Holzhausenviertel bitte bei Margot Niemietz unter 069 / 75 61 84 10 oder niemietz@literaturhaus-frankfurt.de
Eintritt 22 / 14 Euro (Bewirtung inkl.) // Nur für Mitglieder
-Ute-Schendel-hf.jpg)
Hans Thill (c) Ute Schendel
In seinem zahlenmystischen Werk „Kühlpsalter“ versuchte der Barockpoet Quirinus Kuhlmanneine neue Heilsgeschichte ins Leben zu rufen. Davon hat sich der dreihundert Jahre später geborene Lyriker Hans Thill inspirieren lassen. Wo Kuhlmann noch jubilierte: „O Jesu Christ, du wahres A und Zett! / Der Erst und Letzt, an den ich angekett!“ – da lauscht Hans Thill in seinem Gedichtbuch „Kühle Religionen“ (Wunderhorn Verlag) nicht mehr den Wahrheitsansprüchen dieser göttlichen Rede, sondern ihren Klangreizen, semantischen Oszillationen und ihrer kühnen Bildlichkeit. Eine andere, emphatische Religiosität, animiert von der Reflexionslust der Frühromantik, verficht der österreichische Dichter und Essayist Franz Josef Czernin, der in diesen Tagen seinen 60ten Geburtstag begeht. Er folgt in seinen Gedichtbänden wie etwa „elemente, sonette“ (C. Hanser) der schönen Utopie, „man könne tatsächlich aus einem Tropfen Sprachlehre eine Wolke Poesie machen“. Im Gespräch versuchen Czernin und Thill die Erweckungsenergien zwischen Poesie und Religion zum Leuchten zu bringen.
Dritter von vier Abenden der Veranstaltungsfolge „Religionen sind Gedichte“
Kuratiert von Michael Braun und Henning Ziebritzki in Zusammenarbeit mit Hauke Hückstädt
Gefördert von EKHN-Stiftung
Freitag 20.01.12 / ab 16.00 h und Samstag 21.01.12 / ab 11.00 h
Weltempfänger: Arabische Literaturtage
-Asmaa-Ezzat-hf.jpg)
Abbas Khider (c) Jacob Steden
Deeb (c) Asmaa Ezzat
Mit Deeb, Abbas Khider, Boualem Sansal u.a.
Die Arabische Welt befindet sich im Aufbruch und nach Jahrzehnten der Unterdrückung und Stagnation werden die rasanten Entwicklungen auch das Gesicht der arabischen Literatur verändern. Grund genug, sich das Verhältnis von Literatur, Gesellschaft und Politik in dieser Umbruchsphase anzuschauen: Schreiben arabische Autoren jetzt freier als zuvor? Welchen subversiven Beitrag hat Literatur im Vorfeld der Aufstände geleistet? Diesen und anderen Fragen gehen die Arabischen Literaturtage nach: mit Podiumsdiskussionen, Lesungen, Werkstattgesprächen, einer Lyrikperformance mit Rap und Hip-Hop sowie Filmvorführungen. Eingeladen sind arabische Wortkünstler aus verschiedenen Ländern und Generationen. Unter ihnen der Friedenspreisträger des Deutschen Buchhandels 2011 Boualem Sansal (Algerien), Alaa al-Aswani (Ägypten), Abbas Khider (Irak/Deutschland), Sihem Bensedrine (Tunesien), Rosa Yassin Hassan (Syrien) und der Rapper Deeb (Ägypten).
Das ausführliche Programm unter www.litprom.de
Eine Veranstaltung von litprom – Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika e. V.
Medienpartner sind F.A.Z. und hr2-kultur
Eintritt 25 / 18 € / Kombiticket für beide Tage bestellen
Karten für Einzelveranstaltungen jeweils an der Einlasskasse
Ole Könnecke zählt mit seinem reduzierten, comic-ähnlichen Zeichenstil zu den bekanntesten und beliebtesten Illustratoren Deutschlands. Für seine Arbeit hat er zahlreiche Auszeichnungen erhalten. „Das große Buch der Bilder und Wörter“ (C. Hanser) wurde zuletzt für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2011 als Sachbuch nominiert. Dieses schöne, große Pappbilderbuch zeigt als später Nachfolger des Orbis Pictus den Kindern ihre Welt: Gegenstände und Figuren in Zeichnung und Bild fügen sich zu angedeuteten Episoden und kurzen Erzählfolgen. Wohlsortierte Bildwitze erzählen vom kleinen Alltag (Keks, Krümel, Staubsauger) und vom großen Leben (Kinderwagen, Fahrrad, Rollstuhl). Im Literaturhaus zeichnet der Künstler die Welt, wie sie sich im „großen Buch“ präsentiert und entwickelt kleine Geschichten.
Das Junge Literaturhaus wird unterstützt von Cronstett- und Hynspergische evangelische Stiftung
-Juliane-Henrich-hf.jpg)
-privat-.jpg)
-Thomas-Marotzke-hf.jpg)
Thomas Pletzinger (c) Juliane Henrich
Pascal Roller (c) privat
Jens Pfeifer (c) Thomas Marotzke
Jens Pfeifer, Thomas Pletzinger und Pascal Roller
Moderation: Tobias Schnettler (freier Lektor & Amerikanist) und Hauke Hückstädt
Ein Abend über die Möglichkeiten vom Sport zu erzählen. Jens Pfeifer hat die Basketball-Saison 2009/10 des Aufsteigers Phoenix Hagen mit der Kamera begleitet und eine nahezu melancholische Intimaufnahme eines Teams und seiner Trainer im Kampf gegen den Abstieg gefilmt. Entsprechend entwaffnend ist der Filmtitel: „Phoenix in der Asche“. Der Autor Thomas Pletzinger („Bestattung eines Hundes“, 2008) hat 2010/11 die Profimannschaft von Alba Berlin begleitet, die sich am entgegengesetzten Ende der Tabelle aufhält. Und er hat einen literarischen Report darüber verfasst: „Gentlemen, wir leben am Abgrund“ (KiWi). Beide zeigen die Dramen hinter den Kulissen, die Euphorie und die Eintönigkeit des Sportleralltags. Der langjährige Nationalspieler Pascal Roller hingegen war als Spieler selbst beteiligt an allem, was entscheidend ist am Frankfurter Basketball. In seiner letzten Spielzeit als ohnehin legendärer Kapitän der Skyliners begegnete er Alba allein in den Playoffs fünf Mal. Die BBL entschied sich, den MLP-Award (Most Likeable Player) in Pascal Roller Award umzubenennen. (Most likeable’s in the house!)
Donnerstag 26.01.12 / 19.30 h
Qualitätskontrolle 0112: Christina Maria Landerl, Albrecht Selge und Benedict Wells
-Roger-Eberhard-hf.jpg)
-Markus-Bettesch-hf.jpg)
-Reza-Jan-Mansouri-hf.jpg)
Benedict Wells (c) Roger Eberhard
Christina Maria Landerl (c) Markus Bettesch
Albrecht Selge (c) Reza Jan Mansouri
Moderation: Holger Heimann (Börsenblatt)
Welches Konzept? Es geht hier um drei Bücher jüngerer deutschsprachiger Autoren, die uns in ihrer Unterschiedlichkeit und Eigenwilligkeit auffielen. Christina Maria Landerl hat ein Buch über Menschen mit Beziehungen geschrieben, aber eigentlich ist es ein rotzig-poetischer Wurf über die Residenzstadt Wien: „Verlass die Stadt“ (Schöffling & Co.). Der 27-jährige Benedict Wells rangiert sicherer auf der SPIEGEL-Bestsellerliste als die meisten rückwärts links einparken können. Sein bereits dritter Roman „Fast genial“ erzählt spannungsgeladen die Geschichte eines Trailerpark-Jungen, der sich auf die Suche nach dem Mann macht, der ihn tatsächlich gezeugt hat (Diogenes). Albrecht Selge hat ein wie schlafloses Porträt über Berlin geschrieben, ohne mit dem Finger ständig auf das Bemerkenswerte dort zu tippen. Es wird viel gelaufen darin, bei Nacht, und das gibt seinem Roman „Wach“ (Rowohlt) einen halluzinatorischen Sog. Drei Autoren, die zwischen 1975 und ’84 geboren sind und die bleiben werden.