HÜtten, PalÄste

Die nächsten Hütten, Paläste im sommer 2012.

Jemand, der ein Buch liest, ist ein Denkmal. Eine Säule der Unantastbarkeit. Ein Stillleben für die Intimität zwischen Autor und Leser. Das Literaturhaus feiert diese Intimität einmal im Jahr mit Lesungen und Gesprächen in Privat-wohnungen. In Villen und Studentenbuden, in Mansarden und Souterrains, in Wohnungen und Gemächern, in Hütten und Palästen gleichermaßen. Zum Auftakt dieses exklusiven Formats las Thomas Lehr im Dezember 2010 aus „September. Fata Morgana“. Weitere Gäste: Wilhelm Genazino (Mai 2011).

 

Mitglieds Heim

 

Mitglieds Heim, das sind Abende, an denen die Mitglieder des Literaturhausvereins für die Sache zusammen kommen, die sie alle vereint: der Hang zur Literatur. Und das immer in solchen vier Wänden, wo Literatur in ihrer intimsten Form gelebt wird, in Häusern und Wohnungen. In guten Stuben, Gedankengalerien und Traumgebäuden, die sich öffnen lassen. Im Oktober 2010 las Lars Brandt zum Auftakt aus „Andenken“, im April 2011 war Uwe Kolbe zu Gast, im Januar 2012 Martin Mosebach.

 

Werk-Tag. Ein Opus in 90 Minuten

Im Juni 2011 war GÜnter Herburger zu Gast.

An Abenden, die Werk-Tag heißen, unternimmt das Literaturhaus mit seinem Publikum zwei Mal im Jahr das scheinbar Unzulässige: empathiegesteuerte Beobachtungen eines Werkes, das zwar noch nicht abgeschlossen ist, aber doch wirksam genug erscheint, um sagen zu können, es hat die Kultur Deutschlands geprägt. Zum Auftakt stand im September 2010 Emine Sevgi Özdamars Werk im Mittelpunkt.

 

Backlist

Die Kultur unserer Gegenwart ist eine Frontlist-Kultur. Was „alt“ ist, was nicht mehr in Front ist, entscheidet sich ratzfatz. Nicht gerade ermutigend für Autorschaft, die naturgemäß Ewigkeit will. Mit „Backlist“ unternimmt das Literaturhaus zwei Mal jährlich Würdigungen von herausragenden Büchern oder Werken, die entgegen dem Lethe-Sog weiterhin von den Verlagen geführt werden. Im Mittelpunkt bisher die Bücher von Gert Hofmann (Februar 2011) und Thomas Brasch (Oktober 2011).

 

Kopf & Hörer - die Frankfurter Hörbuchkritik

Die erste Frankfurter Hörbuchkritik findet am 6. Februar statt.

Zu Gast: Oliver Stokowski und Jochen Hieber

Mit Dorothee Meyer-Kahrweg (Hr2-kultur) und Hauke Hückstädt

Wer Hörbücher wie Bücher liebt, weiß, dass alles an ihnen interessant ist. Der Prozess ihrer Entstehung, ihre Vermittlung, ihr Preis, die Kreise von Menschen, die sich um ihretwillen bilden, ihre Aufnahme beim Publikum, ihre Geltung, ihre Unverzichtbarkeit, ihre Verdrängung. Jetzt begründet das Literaturhaus Frankfurt mit hr2-kultur das überfällige und überhaupt erste kritische Live-Podium zu diesem Medium: Kopf & Hörer – Die Frankfurter Hörbuchkritik. Dorothee Meyer-Kahrweg (hr2-Hörbuchbestenliste) und Hauke Hückstädt laden zweimal im Jahr professionelle Mitstreiter ein. Zum Auftakt den F.A.Z.-Redakteur Jochen Hieber und den Schauspieler Oliver Stokowski.

 

schÖne aussichten - das frankfurter literaturgesprÄch

Die nÄchsten "SchÖnen Aussichten" finden am
6. März statt.

Zu Gast: Thomas Hettche

Mit Ina Hartwig (freie Literaturkritikerin) Alf Mentzer (hr2-kultur) und Hubert Spiegel (FAZ)

Wenn das keine „Schönen Aussichten“ sind? Das Literaturhaus Frankfurt lädt viermal im Jahr und in Zusammenarbeit mit dem hr2 drei Frankfurter Literaturkritiker zum regelmäßigen Büchergespräch ein: Ina Hartwig (freie Literaturkritikerin), Alf Mentzer (Hessischer Rundfunk) und Hubert Spiegel (Frankfurter Allgemeine Zeitung). Jeweils ein Gast ergänzt diese Kritikerrunde – beim ersten Mal im Dezember 2008 war es Bernd Eilert, Übersetzer, Leser und vor allem vielen bekannt von der „Neuen Frankfurter Schule“.

In den „Schönen Aussichten“ wird man von Neuerscheinungen im Bereich Belletristik hören, vom erzählenden Roman bis hin zur experimentellen Prosa. Außerdem regelmäßig im Programm: ein Erfolgsbuch der Vergangenheit im Haltbarkeitstest.

Bisherige Gäste: Bernd Eilert, Martin Mosebach, Katja Lange-Müller, Eva Demski, Andreas Maier, Wilhelm Genazino, Sibylle Lewitscharoff, Matthias Altenburg, Bodo Kirchhoff, Marlene Streeruwitz, Gert Scobel, Josef Haslinger und Felicitas Hoppe.

 

STREITFALL – AUTOREN IN DER KONTROVERSE

der nächste "Streitfall" findet am 17. Februar statt.

Zu Gast: Tilman Spengler

hr2-kultur und das Literaturhaus Frankfurt veranstalten vier Mal jährlich öffentliche Gesprächsrunden, in denen Neuerscheinungen aus dem Sachbuchbereich vorgestellt werden. Journalisten und Wissenschaftler diskutieren über drei neue Publikationen zu aktuellen Themen aus Philosophie, Politik, Sozialwissenschaften, Geschichte, Medientheorie und Psychologie. Einer der Autoren ist jeweils eingeladen, sich auf dem Podium seinen Kritikern zu stellen. Zu Gast waren bisher u.a. Silvia Bovenschen, Peter Glotz, Oskar Negt, Klaus Theweleit, Petra Gerster, Joachim Fest, Hans Ulrich Gumbrecht, Ulrich Enzensberger, Franziska Augstein, Bettina Röhl, Jürgen Leinemann, Wolfgang Leonhard, Wolfgang Engler, Peter Merseburger, Peter Schneider, Jan Philipp Reemtsma, Norbert Bolz, Peter Longerich, Hans Otto Bräutigam, Claus Leggewie, Harald Welzer, Heinrich August Winkler, Heribert Schwan, Gunter Hofmann, Raphael Gross, Klaus Wagenbach, Joseph Vogl, Götz Aly und Bahman Nirumand.
 

ZEITBRÜCHE – DIAGNOSEN ZUR GEGENWART

Die nächsten "ZeitBrüche" finden am 7. Mai statt.

Im halbjährigen Abstand stellt das Institut für Sozialforschung (IfS), in Zusammenarbeit mit hr2-kultur und dem Literaturhaus Frankfurt, Zeitdiagnosen vor, die sich mit dem Strukturwandel des gegenwärtigen Kapitalismus beschäftigen. Im Juni 2003 fand die Auftaktveranstaltung dieser neuen Reihe statt: Heinz Bude (Universität Kassel), Beate Rössler (Universität Amsterdam), Klaus Günther und Axel Honneth (beide IfS) beschäftigten sich mit dem Thema "Individualismus als Zumutung?".

 

POETIK-GASTDOZENTUR DER JOHANN WOLFGANG GOETHE-UNIVERSITÄT

Wintersemester 2011/12:
Zu Gast am 9. Februar ist Thomas Meinecke.

Im Rahmen der Frankfurter Poetikgastdozentur liest die/der jeweilige Gastdozent/in im Literaturhaus aus seinem literarischen Werk. Bisher waren u.a. Marlene Streeruwitz, Hans-Ulrich Treichel, Eva Demski, Robert Gernhardt, Einar Schleef, Rainald Goetz, Rolf Hochhuth, Patrick Roth, Tankred Dorst, Robert Menasse, Wilhelm Genazino, Andreas Maier, Urs Widmer, Josef Winkler, Werner Fritsch, Uwe Timm, Durs Grünbein, Navid Kermani, Ulrich Peltzer und Sibylle Lewitscharoff zu Gast.

 

INITIATIVE LIBERATURPREIS

Immer am Eröffnungstag der Frankfurter Buchmesse - dem Dienstag - liest im Literaturhaus die LiBeratur-Preisträgerin. Dieser Preis ist ein ganz besonderer, denn er wird von Leserinnen und Lesern vergeben, ausschließlich an Frauen. Die ausgezeichneten Autorinnen stammen aus Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Initiative LiBeraturpreis im Ökumenischen Zentrum Christuskirche e.V. um Ingeborg Kaestner engagiert sich seit 1988 für Autorinnen, deren Werk sich durch literarische Originalität und Engagement auszeichnet. Eine Liste der Preisträgerinnen sowie weitere Informationen erhalten Sie bei: liBeraturpreis@gmx.de oder unter

 

FRANKFURTER BUCHMESSE

Frankfurter Buchmesse:
10. - 14. Oktober 2012

Ehrengast: Neuseeland

Zum literarischen Schwerpunkt der Buchmesse präsentiert sich das jeweilige Gastland mit einem repräsentativen Programm von Lesungen, Tagungen, Workshops und Ausstellungen in allen Räumlichkeiten des Literaturhauses Frankfurt. Seit 1994 stellten Brasilien, Österreich, Irland, Portugal, die Schweiz, Ungarn, Polen, Griechenland, Russland, die arabische Liga, Südkorea, Indien, Katalonien, die Türkei und China in diesem Rahmen aktuelle literarische Entwicklungen, Geheimtips und insbesondere ihre großen, literarischen Persönlichkeiten vor.

 

Zeitkapsel - in kooperation mit dem literaturarchiv marbach

Die letzte Zeitkapsel fand am 27. April 2010 statt.

 

 

 

„Time capsules“ – Zeitkapseln – nannte Andy Warhol seine Pappschachteln, in denen er Dinge für die Nachwelt sammelte und verschloss. Das Deutsche Literaturarchiv Marbach präsentiert in Frankfurt in der Veranstaltungsreihe „Zeitkapsel“ neue Funde und verborgene Schätze der Schriftsteller- und Gelehrtennachlässe aus seinen Magazinen.

Bislang gab es folgende Zeitkapseln:
- „Die Insel im Schrank. Hilde Domin und Erwin Walter Palm in der Dominikanischen Republik“
- „Das Musel und der Meister. Briefe von Friedrich Gundolf und Elisabeth Salomon"
- „Die paar leuchtenden Jahre. Texte und Tonbandaufnahmen aus dem Nachlaß der Lyrikerin Mascha Kaléko"
- "Die ganze Grammatik im Geröll der Biographie. Der Nachlass von Oskar Pastior"
- "Can you beat that? Hannah Arendts Briefwechsel mit Dolf Sternberger"
- "Sansibar, sonderbar. Alfred Andersch in Revision.“
- "1500 Reichsmark für ein Porträt. Rudolf G. Binding und Max Beckmann" musste leider entfallen
- "Rauschen, Rauschen in der Nacht. Neues von Nelly Sachs"
- "Lethe mit Schuß" Peter Rühmkorf und sein Nachlass
- " Hans Blumenbergs Zettelkästen"

 

Frankfurter verlegergesrpÄche

Am 9. Juni 2009 fanden die letzten Frankfurter VerelgergesprÄche mit dem Verlag der Autoren statt.

Seit März 2007 präsentiert Holger Ehling in dieser monatlichen Reihe die Vielfalt und Lebendigkeit der Frankfurter Verlagslandschaft.

Bislang waren zu Gast: der Eichborn Verlag, der Peter Meyer Verlag, der Societäts-Verlag, die Gesellschaft zur Förderung der Literatur aus Afrika, Asien und Lateinamerika, der Baumhaus Verlag, der Verlag Stroemfeld/ Roter Stern, der Brandes & Apsel Verlag, die Büchergilde Gutenberg, der Verlag Heinrich & Hahn, der Westend Verlag, Berlin University Press, der Börsenverein des deutschen Buchhandels, der S. Fischer Verlag, der Deutsche Fachverlag, die Frankfurter Verlagsanstalt, der Axel Dielmann Verlag, Frankfurt University Press, der White Star Verlag, der Suhrkamp Verlag, der GABAL-Verlag und der Verlag der Autoren. Außerdem gab es eine Podiumsdiskussion zum Thema "Literaturstadt Frankfurt"sowie eine Disukussion im Rahmen von Literaturland Hessen - Ein Tag für die Literatur zum Thema "Frankfurt - (K)ein Ort für Verlage?".

 

Tristram Day
Peter heusch liest Laurence Sterne: „Leben und Ansichten von Tristram Shandy, Gentleman“

Am 19. April 2010 fand der letzte Tristram-Day statt. Damit endete die Reihe mit Peter Heusch nach mehr als zwei Jahren.

Nach 13 Jahren Proust findet im Literaturhaus einmal im Monat montags der „Tristram-Day“ statt. Peter Heusch wird zehnmal im Jahr jeweils an einem Montag um 20 Uhr in den alltäglichen Wahnsinn des Gentlemans Tristram Shandy einführen. In seiner Dedikation an den „sehr ehrenwerten“ Mr. William Pitt, seines Zeichens Staatssekretär, verirrt sich der Autor des öfteren im Labyrinth seiner weltschweifigen Ausführungen, über die schon Goethe sagte, sie seien von „unnachahmlichem Humor“. Die ganze vertrackte Geschichte endet schließlich in einer „windbeutligen Schweifrede vom Stier“, sagt der Yorick genannte Erzähler und dazu: „Eine der allerbesten, so ich je vernommen habe“. Kopfüber wird sich Peter Heusch in die Abenteuer des winzigen „Homunculus“ stürzen, dessen Teilnahme an seiner Erzeugung sich schon umständlicher gestaltet, als man gemeinhin annehmen sollte.

Laurence Sterne, geboren 1713 in Irland, wurde nach unsteten Jugendjahren 1738 Geistlicher in York. 1759 veröffentlichte Sterne auf eigene Kosten die ersten beiden Teile des „Tristram Shandy“, die ein großer Erfolg wurden. Ein berühmter Londoner Verleger veröffentlichte die weiteren sieben Bände. 1766 war die Edition in zehn Bänden abgeschlossen und Laurence Sterne einer der berühmtesten Schriftsteller Europas. Er starb 1768 im Alter von 55 Jahren.

 

FRANKFURTER ARNO SCHMIDT-TAG

der 20. Arno Schmidt-Tag fand am 22. Februar 2010 statt.

Seit dem 5.2.1991 kommen Joachim Kersten, Bernd Rauschenbach und Jan Philipp Reemtsma jedes Jahr im Frankfurter Literaturhaus zusammen, um aus dem Werk Arno Schmidts zu lesen. Und um einen guten Tropfen Wein im Café-Restaurant nebenan zu trinken – nach der Lesung. Die Veranstaltung mit den drei Vorlesern genießt inzwischen Kultstatus.

"Arno-Schmidt-Zeit im Frankfurter Literaturhaus. Zum zwölften Mal. Eine Erfolgsgeschichte, die nicht unwesentlich zu Glanz und Ansehen des Hauses beigetragen hat. In Frankfurt scheint sich ein ungewöhnlich großer Freundeskreis um das Bargfelder Etymologen-Genie gebildet zu haben." FAZ. 15.2.2002

 

PETER HEUSCH LIEST MARCEL PROUST: "AUF DER SUCHE NACH DER VERLORENEN ZEIT"

Nach 13 Jahren hat Peter heusch Am 16.03.07 die letzten seiten aus Marcel Prousts recherche gelesen.

 

Als am 15. März 1994 der Sprecher und Schauspieler Peter Heusch zum ersten Mal aus der "Recherche" las, wurde eine der beliebtesten Lesereihen Frankfurts eröffnet. "Proust lesen macht glücklich" (Matthias Altenburg, ZEIT 50/99), das wissen die Frankfurter jetzt und haben dem Vorleser schon über 80 Mal bei der Zeitsuche zugehört, immer um 22 Uhr am dritten Freitag eines Monats. Und die Suche geht weiter, bis das siebenbändige Werk Seite für Seite, Wort für Wort zu Ende gelesen ist - von Peter Heusch.
"Das Frankfurter Literaturhaus ist ein idealer Ort für die erinnerte Vergangenheit, schon fünfundsiebzigmal."
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 11.11.2001